Kennen Sie das Gefühl, am Ende des Tages viele Dinge getan zu haben, aber trotzdem kaum etwas wirklich Wichtiges geschafft zu haben? Multitasking scheint die perfekte Antwort auf unseren hektischen Alltag zu sein, doch in Wahrheit macht es uns oft ineffizient und fehleranfällig. Deep Work hingegen verspricht maximale Konzentration und tiefes, ungestörtes Arbeiten. Doch welche Methode ist wirklich besser? Und wie kannst man sie in den Arbeitsalltag integrieren?

Multitasking: Ein Mythos der Effizienz?
Viele glauben, dass sie durch Multitasking mehr Aufgaben in weniger Zeit erledigen. In Wirklichkeit leidet jedoch die Qualität der Arbeit, weil unser Gehirn ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herspringt. Das nennt man „Task-Switching“ und es kostet uns mehr Zeit und Energie, als wir denken.
🟨 Praxisbeispiel: Multitasking im Alltag
Lisa, eine Marketing-Managerin, bearbeitet parallel E-Mails, führt ein Meeting via Zoom und schreibt an einer Präsentation. Ergebnis? Sie fühlt sich am Ende des Tages erschöpft, hat aber trotzdem das Gefühl, nichts richtig erledigt zu haben. Wichtige Details hat sie übersehen, und ihre Präsentation enthält Fehler, die sie am nächsten Tag noch korrigieren muss.
Warum Multitasking ineffizient ist:
- Das Gehirn braucht Zeit, um sich zwischen Aufgaben umzustellen (Task-Switching-Kosten).
- Die Fehlerquote steigt, weil wir nicht tief genug in eine Aufgabe eintauchen.
- Die Arbeitszeit verlängert sich insgesamt, weil wir uns immer wieder neu orientieren müssen.
Deep Work: Die Kunst der ungestörten Konzentration
Deep Work ist ein Konzept von Cal Newport, das besagt, dass wir dann am Produktivsten sind, wenn wir uns intensiv und ohne Ablenkung auf eine anspruchsvolle Aufgabe konzentrieren. Das erfordert bewusste Planung und einen strukturierten Arbeitsmodus.
🟨 Praxisbeispiel: Deep Work im Einsatz
Tom, ein Softwareentwickler, blockt sich jeden Morgen von 9 bis 12 Uhr für Deep Work. In dieser Zeit schaltet er sein Handy aus, deaktiviert Benachrichtigungen und arbeitet an komplexem Code. Ergebnis? Er ist in weniger Zeit produktiver, hat weniger Stress und erreicht höhere Qualität in seiner Arbeit.
Vorteile von Deep Work:
- Höhere Qualität: Durch intensive Konzentration entstehen weniger Fehler.
- Kreativität steigt: Ohne Unterbrechungen entwickeln sich bessere Ideen.
- Weniger Stress: Klar definierte Arbeitsphasen senken die mentale Belastung.
Wie SIE Deep Work in IHREN Alltag integrierEN
- Arbeitszeiten blocken: Planen Sie feste Zeiten für Deep Work und schalten Sie in dieser Zeit alle Ablenkungen aus.
- Ablenkungen eliminieren: Flugmodus am Handy, keine offenen Messenger oder E-Mail-Benachrichtigungen.
- Klare Ziele setzen: Vor jeder Deep-Work-Phase definieren Sie, was Sie erreichen wollen.
- Regelmäßige Pausen einbauen: Nach 60-90 Minuten Deep Work eine bewusste Pause machen.
- Multitasking bewusst reduzieren: Statt mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, jede Aufgabe nacheinander angehen.
Fazit: Welche Methode ist besser?
Wenn Sie schnelle, oberflächliche Aufgaben erledigen müssen, kann leichtes Multitasking sinnvoll sein. Für anspruchsvolle, kreative oder analytische Aufgaben ist jedoch Deep Work der klare Gewinner. Die größte Herausforderung besteht darin, Deep Work bewusst in den Arbeitsalltag zu integrieren und sich aktiv gegen die Versuchung des Multitaskings zu entscheiden.
Testen Sie es selbst: Planen Sie eine Woche lang täglich eine Deep-Work-Phase und beobachten, wie sich Ihre Produktivität verbessert. Sie werden überrascht sein, wie viel mehr Sie in kürzerer Zeit schaffen!